Posts Tagged “Job”

SEO total verstanden – oder auch nicht

SEO Planung ist ja nur ein ganz kleiner teil. Das wirklich richtige und wichtige SEO ist ja das coden..

Genau! Planung ist nämlich völlig für den Arsch und Konzepte sowieso. Richtige SEOs coden nur den ganzen Tag! Oooooooh man! So gehört in einem Gespräch gestern. Mit dem Chef einer Agentur, die nebenbei auch SEO anbieten will. Joa. Was soll man da noch sagen?

“Viel Spaß ohne meine Hilfe” am besten ;-)

Juni 11, 2010 Posted Under: Blog   Read More

Nu(h)r so Gedächtnispost | Konferenzchaos

Eines meiner Lieblingszitate überhaupt kommt vom deutschen Comedian (super deutsches Wort!) Dieter Nuhr. Der prägte irgendwann mal den Satz:

“Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten”.

Und genau diesen Satz würde ich so gerne so viel häufiger sagen bzw. Leuten vor die Nase halten. Das verbietet natürlich die (N)Etiquette, würde den Punkt allerdings sehr oft gut treffen. Gerade was Konferenzen angeht. Es ist ja echt interessant wer so alles als Speaker aufgerufen wird. Dazu gibt es gerade drüben bei seo bullshit einen sehr guten Artikel. Was mich neben der Speakerwahl aber auch noch nervt ist die Tatsache, dass Leute, die sich einmal einen Vortrag angehört haben, meinen, sie könnten mir nun erklären, wie mein Job zu funktionieren hat. Das hat nichts mit Kritikunfähigkeit zu tun – ich freue mich immer wenn ich etwas dazu lernen kann. Aber unqualifizierte Kommentare á la “also eigentlich müssten wir da aber schon auf Platz 1 sein..” reichen dann doch, denn:

  1. Der Sales- Marketing- oder gar CEO-Mensch kann meist gar nicht einschätzen, was er da auf der Bühne gerade hört. Ist das ein guter Vortrag oder einfach nur Mist? (Beispiel: “Och auf der Konferenz am Mittwoch hat das der Vortragende sooooo schön und einfach erklärt. Das ist ja echt nicht schwer. Man muss ja nur die richtigen Keywords verwenden…”)
  2. “In der Präsentation stand, dass ein Klick ca. 1 Euro kostet…” – wtf? Was für ein Klick? Wo? Was kostet 1 Euro? Welche Aktionen?
  3. Gerade Leute die etwas zu entscheiden haben scheinen Menschen, die auf einer Bühne stehen, schon aus Prinzip mehr Vertrauen entgegen zu bringen als den eigenen Mitarbeitern. Warum auch immer. Was der Speaker sagt ist gesetz. Egal wie stumpfsinnig (Keyword Metatags!) das auch sein mag.

Darum, liebe Vorgesetzte, have a little Faith in your staff. Wir machen das ja nicht einfach weil wir nichts anderes zu tun haben, sondern weil wir das können!

Fragen? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

April 29, 2010 Posted Under: Blog   Read More

Our house – in the middle of our street. – zwischen Inhouse und Agentur

Wenn man mich fragt “was machst du eigentlich” antworte ich meist mit “Online Marketing”. Sollte da dann mehr kommen als “aha” und jemand wirklich Interesse zeigen, dann führe ich das mit “Suchmaschinenoptimierung, Marketing, Social Media…” und so weiter aus. Allerdings sieht man beim Wort Suchmaschinenoptimierung bzw. bei der Abkürzung SEO meist schon die ersten Augenbrauen zucken. SEO ist böse. Kennt man ja. Wenn jedoch der Gesprächspartner auch aus der “Branche” oder zumindest affin ist und weiter fragt, gerade ich meist ein wenig ins wanken. Die Frage nach “Inhouse oder Agentur SEO” lässt sich irgendwie nicht so einfach beantworten. Also eigentlich schon. Aber dann auch doch wieder nicht.

our house, in the middle of our street, our house, in the middle of our….

Als ich mich an das Schreiben dieses Artikels gemacht habe, kam mir “our house” von Madness unweigerlich in den Sinn. Warum? Weil ich mir jobtechnisch so vorkomme, als würde ich im Haus in der Mitte der Straße arbeiten. Links von mir die Inhouseabteilung, rechts von mir die Agenturabteilung. Aber gehen wir mal durch den Haupteingang.

Ich arbeite in einer Agentur. Allerdings nicht in einer reinen SEO Agentur (oh ja, ich seh jetzt schon die ersten von euch auf das X klicken. “Der kann ja keine Ahnung haben”) sondern in einer “New Media Agency” (yeah, brave new world. I know). Nachdem ich hier der SEO Missionar bin, steht da natürlich einiges an Arbeit auf dem Programm. Alte Projekte unter die Lupe nehmen, den Leuten erklären, dass man SEO nicht einfach mal so “macht”, sondern dass es sich da um eine Einstellung handelt. Eine Herangehensweise an Probleme. Das ganze hat da schon so ein wenig Inhouse Style. Man muss um sämtliche Tools kämpfen und wenn man von Landingpages, Satellitenseiten und was auch immer spricht rümpfen die meisten Kollegen erst mal die Nase und sind enttäuscht, wenn das nicht in Flash umgesetzt werden soll. Das ist auch schon der nächste Punkt in der New Media Welt. Wir setzten echt geile Seiten um. Hammer. Nicht umsonst hängen hier Design-Awards rum. Aber so eine Seite komplett in Flash. Joa. Sieht schön aus, findet nur keiner. Erklär das mal der Designabteilung, die das schon seit Jahren so macht….

Auf der anderen Seite sind wir aber natürlich eine Agentur. D.h. ich schlage mich nicht nur mit bestehenden Webpräsenzen rum bzw. versuch unsere eigenen Produkte und Projekte zu optimieren, sondern bin auch dabei wenn es um Neukunden geht, wenn Anfragen kommen und Konzepte erstellt werden. Da muss man dann auch mal erklären, dass man SEO nicht so im Nachhinein mal einkippen (super Wort!) kann, sondern wie bereits erwähnt, das in sämtlichen Bereichen als Ansatz implementieren muss. Und wenn der Kunde sagt “die andere Agentur hat gesagt, die bringen mich in 100 Suchmaschinen unter…” muss man auch da noch nett und gefasst bleiben. Oder sagen <meta name=”revisit” content=”never”>

Ha! Ich seh schon die nächsten von euch sagen “Boah, so ein Mist. New Media Agentur macht jetzt auch einen auf SEO. Was soll der Mist?”.  Ich seh das natürlich ein wenig anders =) Als ich kam, hieß es, es wurde schon so viel schlechte Erfahrung mit SEO Agenturen gesammelt, dass man sich das Know How jetzt selbst ins Haus holen möchte. Und mich dabei ins Boot zu holen spricht natürlich dafür, das auch ernst zu meinen =) Aber Spaß beiseite. Eigentlich ist es ja schön zu sehen, dass SEO hier ernst genommen wird und Wissen aufgebaut werden soll.

Dass das ganze relativ stressig sein kann, muss man nicht wirklich sagen. Aber so ist das Agenturleben an sich ja sowieso. Das kennen viele von euch selbst am Besten. Wenn ich groß bin, muss ich das auch nicht mehr haben. Aber momentan ist der Lernfaktor doch recht hoch, so dass sich das Leben in Mitten der Straße auszahlt.

März 18, 2010 Posted Under: Blog   Read More